"Hee" von Hay

 

Hee ist ein neuer Stuhl vom Unternehmen Hay. Der Stuhl wurde von Hee Welling entworfen und im Rahmen einer engen Kooperation zwischen Hay und Gabriel in innovative Wirklichkeit umgesetzt. Dies ist ein gutes Beispiel für die Innovationskooperation, die Gabriel den Kunden durch den neuen Spross FurnMaster anbietet.

„Als Ausgangspunkt ist Hee als Outdoor-Stuhl mit sichtbaren Metalldrähten im Sitz und Rücken konzipiert. Ein sehr reduziertes Möbel, das eher diskret anmutet. „Als Gegenspieler zur nackten Variante wollten wir eine Komfort-Version von Hee mit einem profilierten Erscheinungsbild,“ so Rolf Hay, Mitbesitzer von Hay.

Dabei ging es um ein Lösungskonzept, das sowohl das Metallraster des Stuhls betont, als auch ein ganz neues Erscheinungsbild des Stuhls vermitteln sollte. Gleichzeitig sollte es möglich sein, die gepolsterte und die nackte Ausgabe als Ensemble zu benutzen.

Welding

Die Entwicklungsabteilung von Gabriel stellte Rolf Hay die Technik der Welding (Elektroschweißung) vor, die für Kfz-Sitze benutzt wird – u.a. für den neuen Fiat Punto Grande. Ein Spezialverfahren, bei dem Stoff und Füllmaterial laminiert, statt zusammengenäht werden, woraus sich eine drastische Senkung der Produktionskosten ergibt. Der Gedanke war Welding in der Möbelindustrie mit Hee als Pioniermöbel einzuführen.

”Das war eine sehr interessante Idee, die den Stuhl sozusagen industrialisierte und neue Design- und Wettbewerbsperspektiven eröffnete,” so Rolf Hay.

Textilien in Funktion

Anhand einer 2-D-Zeichnung von Hee Welling entwickelte FurnMaster ein genähtes Modell, das einige technische Fragen beantworten sollte – als Nachweis des Realitätsbezugs von Idee und Design.

”Wir haben ein reines Entwicklungsvorhaben im Auftrag von Hay durchgeführt, wobei wir ein Möbelteil mittels neuer Technik entwickeln durften, statt ihn nur mit Stoff zu bespannen. Wir hatten einigermaßen freie Hand, Designdetails zu ändern, wobei Vorschläge und Lösungen im offenen Dialog besprochen wurden,“ so Malene Timm-Andersen,  Industriedesignerin bei FurnMaster.

Ein Beispiel ist das Rückenpolster, das aus zwei Teilen besteht, die im Bereich der Stahldrähte am Stuhl verbunden werden. Hier hat FurnMaster drei Lösungsvorschläge zum Zusammenbau des vorderen und hinteren Teils gemacht. Drei Lösungen, die verschiedene Erscheinungsbilder des Stuhls ergaben.

”Es war eine interessante Zusammenarbeit, bei der der Stoff in die Formensprache des Möbels eingeflossen ist. Normalerweise entwirft man das Möbel und entscheidet sich danach fürs Polster. Es ist interessant, mit einem Stofflieferanten in einer neuen Dimension zu kooperieren, wobei ich rundum zufrieden bin,” so Rolf Hay.